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Handwerker-Software Vergleich 2026: Funktionsumfang und Preise im Überblick

Ein sachlicher Vergleich von RFplan, Lexware Handwerk, Handwerker-Software-24 und Excel-Lösungen — inklusive Kostenvergleich, Funktionsmatrix und Empfehlungen je nach Betriebsgröße.

19. April 202610 Min. LesezeitRFplan Redaktion

Warum ein ehrlicher Vergleich 2026 wichtiger denn je ist

Der Markt für Handwerker-Software ist in den letzten zwei Jahren stark gewachsen. Allein im deutschsprachigen Raum gibt es mehr als 40 Anbieter — von Nischenlösungen für einzelne Gewerke bis zu Enterprise-ERP-Systemen. Für einen Handwerksbetrieb mit 5–30 Mitarbeitern ist es kaum noch möglich, den Überblick zu behalten.

Dieser Artikel vergleicht vier typische Optionen, vor denen Betriebe 2026 stehen: die All-in-One-Plattform RFplan, den Klassiker Lexware Handwerk, den günstigen Einsteiger Handwerker-Software-24 und die immer noch weit verbreitete Eigenbau-Lösung mit Excel. Wir sind der Entwickler von RFplan — das offenbaren wir transparent — und versuchen trotzdem, so fair wie möglich zu bleiben.

Die vier Lösungen kurz vorgestellt

RFplan

All-in-One-Plattform, entwickelt in Velbert (NRW). Fokus auf Offline-Fähigkeit und Gewerk-Tiefe (Elektrotechnik, SHK, Trockenbau, Maler). Über 40 Module sind ab Tag 1 im Paketpreis enthalten — ohne Upselling.

Lexware Handwerk

Seit Jahren etablierter Anbieter, integriert stark mit der Lexware-Familie (Buchhaltung, Lohn, etc.). Stärke: Rechnungswesen und Buchhaltung. Schwäche: Baustellen-Funktionen wie Mängelmanagement oder Bautagebuch sind weniger ausgeprägt.

Handwerker-Software-24

Cloud-Lösung mit niedrigem Einstiegspreis. Solides Grundgerüst (Angebote, Rechnungen, Zeiterfassung). Eher für kleine Betriebe mit wenig Gewerk-Spezialisierung gedacht.

Excel + Outlook + WhatsApp

Die ehrlichste Konkurrenz vieler Software-Anbieter: Der Status quo in vielen Betrieben. Stundenzettel in Excel, Angebote in Word, Mängel per WhatsApp-Foto, Bautagebuch im A5-Heft. Funktioniert bis zu einer bestimmten Betriebsgröße erstaunlich lange.

Funktionsvergleich: Was kann welche Lösung?

Funktion RFplan Lexware Handwerk HWSoft-24 Excel
Zeiterfassung mit GPSJaJaJaNein
Angebote & RechnungenJaJa (stark)JaEingeschränkt
MängelmanagementJaNeinBasicNein
Bautagebuch mit FotosJaNeinNeinNein
KNX/Smart-Home-PlanerJaNeinNeinNein
Netzwerkschrank-PlanerJaNeinNeinNein
WartungsverträgeJaNeinNeinNein
Kundenportal für BauherrenJaNeinBasicNein
Digitale Bauabnahme mit SignaturJaNeinNeinNein
Offline-Fähigkeit BaustelleJa (iOS-App)EingeschränktNein
DATEV-ExportJaJa (nativ)JaManuell
DSGVO / Server in DEJaJaJa
Gewerk-SpezialmoduleJa (5 Gewerke)NeinNein

Preisvergleich 2026

Lösung Einstiegspreis Pro weiterem Nutzer Kosten bei 10 Mitarbeitern / Jahr
RFplan (24-Monats-Vertrag) 39 €/Monat Basis ab 7 €/Monat ca. 1.300 €
Lexware Handwerk (typ. Konfiguration) ab 39 €/Monat + Modul-Aufpreise ca. 1.500–2.800 € (je nach Modulen)
Handwerker-Software-24 ab 29 €/Monat ab 9 €/Monat ca. 1.450 €
Excel + Outlook (ohne Software) 0 € 0 € 0 € Software, aber ~12.000 € Bürozeit/Jahr

Die Preise sind Richtwerte auf Basis der öffentlich einsehbaren Tarife im April 2026. Je nach Modul-Auswahl, Vertragslaufzeit und Rabatt können die tatsächlichen Kosten abweichen. Unsere aktuellen Preise sind online transparent einsehbar.

Wann passt welche Lösung?

RFplan empfehlen wir für:

  • Betriebe mit 3–50 Mitarbeitern, die Gewerk-Spezialfunktionen brauchen
  • Elektriker, SHK-Betriebe, Trockenbauer mit Baustellen ohne stabiles Netz
  • Handwerksbetriebe, die Mängelmanagement + Kundenportal + Bautagebuch in einer Software wollen
  • Wer ohne Modul-Aufpreise und Premium-Upselling auskommen möchte

Lexware Handwerk passt, wenn:

  • Der Betrieb bereits die Lexware-Buchhaltung oder -Lohn nutzt
  • Der Fokus auf Rechnungswesen/DATEV liegt, nicht auf Baustellen-Dokumentation
  • Die Steuerkanzlei ein Lexware-Anbindung verlangt

Handwerker-Software-24 passt, wenn:

  • Der Betrieb 1–3 Mitarbeiter hat und keine Gewerk-Spezialitäten braucht
  • Ein schneller Einstieg mit minimalem Einrichtungsaufwand gewünscht ist
  • Baustellen-Dokumentation eine untergeordnete Rolle spielt

Excel + Outlook passt, wenn:

  • Der Betrieb aus 1 Person besteht und digital sehr erfahren ist
  • Niemand die Zeit hat, sich in eine neue Software einzuarbeiten (aber: das ist meist ein Trugschluss — der Einstieg kostet 2–3 Tage, die sich nach 4 Wochen amortisiert haben)

Drei Stolperfallen bei der Auswahl

1. "Wir nehmen erstmal das günstigste"

Das ist oft die teuerste Entscheidung. Eine Software zu wechseln, wenn der Betrieb erstmal 2 Jahre damit gearbeitet hat, kostet ein Vielfaches der Lizenzgebühr — wegen Datenmigration, Schulung und Prozessumstellung.

2. "Wir testen in der Prüfphase nur die Zeiterfassung"

Zeiterfassung funktioniert bei jedem Anbieter gut. Der Unterschied zeigt sich bei Mängelmanagement, Baustellen-Synchronisation und Wartungsverträgen. In der Testphase unbedingt diese Module mit echten Projektdaten ausprobieren.

3. "Modulpreise sehen wir uns dann an"

Bei vielen Anbietern ist der Basispreis attraktiv, aber wichtige Module kosten extra. Wer mit 39 € startet und nach 3 Monaten merkt, dass er noch das Mängelmodul, das Bautagebuch und das Kundenportal braucht, zahlt plötzlich 99 € oder mehr pro Monat.

Regional: Vergleich auch für Handwerker in München?

Wir haben für die größten deutschen Städte eigene Landing-Pages mit regionalen Referenzen und Handwerkskammer-Kontakten zusammengestellt — etwa für München. Dort finden sich auch Verweise auf die HWK München und Oberbayern sowie lokale Best Practices.

Fazit

Die richtige Handwerker-Software hängt weniger vom Preis ab als von der Passgenauigkeit zu Gewerk und Prozessen. Excel ist 2026 kein Wettbewerbs-Setup mehr — die Frage ist nur, welche digitale Lösung am besten passt. Nutzen Sie die kostenfreien Testphasen (RFplan bietet 30 Tage ohne Kreditkarte) und fordern Sie Live-Demos an. Der 30-minütige Vergleich mit echten Daten ist wertvoller als jede Feature-Liste.